INFO

 

      @ Kontakt


      Kurze Geschichte
      Diskussionsgruppe englisch


      Newsletter
      Facebook

 

Technopolitics ist eine transdisziplinäre Plattform bestehend aus KünstlerInnen, JournalistInnen, ForscherInnen, DesignerInnen und EntwicklerInnen. Im Jahr 2009 gemeinsam von Armin Medosch und Brian Holmes als Online-Diskussionsgruppe ins Leben gerufen, hat sich seit 2011 daraus ein Kreis in Wien gebildet, der sich regelmäßig zu Vortrags- und Diskussionsabenden trifft, sowie Konferenzen und Kunstprojekte produziert. Eine wichtige gemeinsame Zielsetzung ist, die Bedeutung technologischer Entwicklungen, Perspektiven und Paradigmenwechsel aus einer kritischen, künstlerischen und offenen Perspektive sichtbar zu machen.

 

Technopolitics Arbeitsgruppe:

John Barker, Schriftsteller / Sylvia Eckermann, Künstlerin / Doron Goldfarb, Informatiker, Netzwerkforschung / Armin Medosch, Kunst- und Medientheoretiker, Kurator / Gerald Nestler, Künstler, Forscher / Gerald Straub, Kulturtheoretiker, Künstler, Kurator / Felix Stalder, Soziologe und Kulturwissenschafter / Axel Stockburger, Künstler, Forscher / Matthias Tarasiewicz, Medienkünstler, Forscher / Thomas Thaler, Wissenschaftsjournalist / Sophie Wagner, Forscherin / Ina Zwerger, Ö1 Wissenschaftsjournalistin.

 

 

Technopolitics im MAK FORUM

 

Eröffnung 21.06. 19:30 – 23:00 Uhr

Ausstellung 22. – 26.06. 2016

 

 

MAK – Österreichisches Museum

für angewandte Kunst /

Gegenwartskunst

Stubenring 5, 1010 Wien

 

Eine Kooperation von Technopolitics

und dem MAK.

 

Zur Dokumentation

 

 

 

 

 

 

 

Tracing Information Society – a Timeline

Eine Ausstellung von Technopolitics über den Zeitenwandel

 

Mit dem im MAK FORUM kuratierten Wissensraum „Tracing Information Society“ will Technopolitics die eingefahrenen Diskurse über die Chancen und Gefahren der Digitalisierung aufbrechen.

Eine 10 Meter lange Textarbeit, als Druck an der Wand, eröffnet neue Blickwinkel auf die Informationsgesellschaft, für die sich die ersten Einträge bereits vor mehr als 100 Jahren finden und die das Leben auch im 21. Jahrhundert bestimmen wird.

Als Timeline aufgerollt, lässt sich entlang der zeitlichen Chronologie die Entstehung und Wirkungsmacht der Informationsgesellschaft studieren, nicht beim Scrollen am Bildschirm sondern beim Gehen und Verweilen an den Wegmarkierungen. Durch das mehrdimensionale Mapping von politischen Ereignissen, technologischen Erfindungen und kulturellen Entwicklungen wird sichtbar, wie die Informationsgesellschaft alle Bereiche erfasst und verändert hat.

Analog und digital lädt der Time-Table die Besucher/innen zur Auseinandersetzung ein. Audiovisuelle Medien, Bücher, Bilder usw., die mit Einträgen auf der Timeline korrespondieren, werden nach Kategorien geordnet ausgebreitet und ermöglichen ein vertiefendes Begreifen. Ausschnitte aus Ö1-Sendungen erklären Schlüsselkonzepte der Informationsgesellschaft. Eine weitere grafische Darstellung zeigt mittels Netzwerkvisualisierung auf Basis von Wikipedia die inhaltlichen Quer-Verbindungen zwischen den Einträgen der Timeline auf.

 

 

Programm

 

Donnerstag 23. 06. 16:00 – 17:00 Uhr

Doron Goldfarb

 

The Two Degrees of Technopolitics

über die Netzwerkvisualisierungen der Technopolitics Timeline

 

  17:00 – 18:00 Uhr

Workshop: Lesen und Schreiben der Timeline

Moderation: Armin Medosch und Felix Stalder

     
Freitag 24. 06. 15:00 – 16:00 Uhr

Gerald Straub

 

Technopolitics Spezialführung "il/legal Tour"

Auf der Suche nach den Spuren von il/legalen Ursprüngen und Konsequenzen.

Treffpunkt MAK Haupteingang

 

  16:00 – 18:00 Uhr

Felix Stalder

 

„Kultur der Digitalität“ Buchpräsentation und Diskussion

moderiert von Armin Medosch

 

 

 

Das Projekt wird unterstützt von der Sektion Kunst im Bundeskanzleramt und der Kulturabteilung der Stadt Wien, MA7.

Mit besonderem Dank an Ö1.

       

 

 

 

 
VERANSTALTUNGEN Technopolitics Salon »Dividuelle Dividenden«  

 

Mittwoch, 20.04.2016 ab 19:00 Uhr

Kunsthalle Wien in der Kunsthalle Lounge, Museumsplatz 1

 

In diesem Technopolitics Salon präsentiert Gerald Raunig in einem speziell für Technopolitics entwickeltem Vortrag Aspekte seines neuen Buchs Dividuum.

Als Respondentin fungiert Technik-Philosophin Mona Singer.

 

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zum Socializing mit Essen und Wein.

Mit besonderem Dank an Anne Faucheret und Kunsthalle Wien.

 

 

Dividuelle Dividenden

 

Wir leben in einem Zeitalter der maschinischen Dividualisierung. Die Realität heutiger dividueller Datensätze, riesiger Akkumulationen von Daten, die auf unendliche Arten geteilt, wieder zusammen- und inwertgesetzt werden können, ist eine der weltweiten Ströme, der Deterritorialisierung und der maschinischen Erweiterung. Wenn nicht mehr ManagerInnen, BankerInnen, BrokerInnen, sondern Programme, Kalkulationen und Berechnungen durchführen und auf solche Kalkulationen und Berechnungen reagieren, dann scheint es, dass nicht mehr die Menschen mit den Programmen operieren, sondern umgekehrt die Programme mit den Menschen. Nicht nur, dass diese sich den Maschinen unterordneten, dass sie Teile der Maschine würden wie die Arbeiter in Marx’ Maschinenfragment, sie sollen gänzlich weggefegt werden von der selbsterweiternden Fantasie ihrer Bildschirme. In der Fantasie der Logistik sprechen die Dinge direkt mit den Dingen. Reduktion aller maschinischen Verhältnisse auf Ding-Beziehungen, Invertierung des Anthropozentrismus: Anstelle des Menschen wird das Ding essenzialisiert.
Doch nicht nur, dass diese Fantasie zu simpel ist, dass sie die Sozialität der Maschinen reduziert – genau auf dem Terrain des Maschinisch-Dividuellen wird auch eine neue Qualität von Widerstand möglich, als kritische Mannigfaltigkeit, molekulare Revolution und Con-division.

 

Gerald Raunig arbeitet als Philosoph an der Zürcher Hochschule der Künste und am eipcp (European Institute for Progressive Cultural Policies). Er ist Redaktionsmitglied der multilingualen Publikationsplattform transversal texts und der Zeitschrift Kamion. Seine Bücher sind ins Englische, Serbische, Spanische, Slowenische, Russische, Italienische und Türkische übersetzt. Neuere Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache: Tausend Maschinen. Eine kleine Philosophie der Maschine als sozialer Bewegung, Wien: Turia+Kant 2008; Fabriken des Wissens. Streifen und Glätten 1, Zürich: diaphanes 2012; Industrien der Kreativität. Streifen und Glätten 2, Zürich: diaphanes 2012; DIVIDUUM. Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution, Band 1, Wien: transversal texts 2015; Instituierende Praxen. Bruchlinien der Institutionskritik, Neuauflage Wien: transversal texts 2016 (gemeinsam mit Stefan Nowotny);

 

Mona Singer, ao. Professorin am Institut für Philosophie der Universität Wien; Forschungsschwerpunkte: Technikphilosophie und Kulturphilosophie; zuletzt erschienen: Technik & Politik. Technikphilosophie von Benjamin und Deleuze bis Latour und Haraway (Hg., Löcker 2015); Und was sagt Eva? Warum die Feministin keine Transhumanistin sein will, Posthumanistin dagegen schon, Wespennest 169, 2015.

 

Technopolitics Salon »Dividuelle Dividenden« wurde unterstützt von:

 

 

Sektion Kunst im Bundeskanzleramt
Kulturabteilung der Stadt Wien, MA7


Kunsthalle Wien http://www.kunsthallewien.at
Weingut Anton Schöfmann http://www.schoefmann.at
Migrating Kitchen http://migrating-kitchen.com/