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Technopolitics ist eine transdisziplinäre Plattform bestehend aus KünstlerInnen, JournalistInnen, ForscherInnen, DesignerInnen und EntwicklerInnen. Im Jahr 2009 gemeinsam von Armin Medosch und Brian Holmes als Online-Diskussionsgruppe ins Leben gerufen, hat sich seit 2011 daraus ein Kreis in Wien gebildet, der sich regelmäßig zu Vortrags- und Diskussionsabenden trifft, sowie Konferenzen und Kunstprojekte produziert. Eine wichtige gemeinsame Zielsetzung ist, die Bedeutung technologischer Entwicklungen, Perspektiven und Paradigmenwechsel aus einer kritischen, künstlerischen und offenen Perspektive sichtbar zu machen.

 

Technopolitics Arbeitsgruppe:

John Barker, Schriftsteller / Sylvia Eckermann, Künstlerin / Doron Goldfarb, Informatiker, Netzwerkforschung / Armin Medosch, Kunst- und Medientheoretiker, Kurator / Gerald Nestler, Künstler, Forscher / Gerald Straub, Kulturtheoretiker, Künstler, Kurator / Felix Stalder, Soziologe und Kulturwissenschafter / Axel Stockburger, Künstler, Forscher / Matthias Tarasiewicz, Medienkünstler, Forscher / Thomas Thaler, Wissenschaftsjournalist / Sophie Wagner, Forscherin / Ina Zwerger, Ö1 Wissenschaftsjournalistin. Timeline-Design: Fatih Aydogdu.

 

AKTUELL

TP @ transmediale

 

Technopolitics präsentiert

in Zusammenarbeit mit

transmediale und nGbK

 

 

 

 

Eröffnung:

Do. 26.01. 2017

19:00 Uhr

 

Ausstellungsdauer:

27.01. – 05.02.2017

 

> Programm

 


 

Neue Gesellschaft

für bildende Kunst,

Oranienstraße 25

10999 Berlin

Ausstellungsraum:
Täglich 12–19 Uhr
Mi–Fr bis 20 Uhr

 

ngbk.de

 

 

 

transmediale.de

 

 

 

 

 

Tracing Information Society – a Timeline:

 

New Paradigms

Eine Ausstellung als kuratierter Wissensraum über die Zeitenwende

 

 

Die transmediale präsentiert in Kooperation mit Technopolitics die Ausstellung Tracing Information Society – A Timeline, die vom 27. Januar bis zum 5. Februar 2017 in der nGbK gezeigt wird.


Für Tracing Information Society—a Timeline verwandelt die Wiener Forschungsplattform Technopolitics den Ausstellungsraum in einen kuratierten Wissensraum: Eine 12 m lange Timeline zeigt die Entstehung der Informationsgesellschaft von 1900 bis heute. Die Besucher_innen erleben Herausbildung, Transformation und Wirkungsmacht der Informationsgesellschaft in ihren vielfältigen Bezügen zu kulturellen, wissenschaftlichen oder politischen Ereignissen, während sie sich an der Zeitleiste entlang bewegen. Ziel des Projektes ist es, zur Kritik und Überwindung der neoliberalen Informations(un)ordnung beizutragen.


In Form eines "Time-Tables" stellt Technopolitics eine umfangreiche, mit einzelnen Einträgen auf der Timeline korrespondierende Sammlung an weiterführenden Informationsmaterialien zur Verfügung, um eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Thematik zu ermöglichen.


Begleitend zu der Ausstellung findet ein Rahmenprogramm bestehend aus Workshops, Vorträgen und Salons statt. Unter den Teilnehmer_innen sind Wolfgang Ernst, Anselm Franke, Verina Gfader, Margarete Jahrmann, Jacob Lund und Cornelia Sollfrank.

 

Eröffnung: 26. Januar 2017, 19 Uhr
Laufzeit: 27. Januar – 5. Februar 2017 (täglich 12–19 Uhr, Mi–Fr bis 20 Uhr)

 

Am 3. Februar 2017 präsentiert ever elusive30 years of transmediale

das Panel New Paradigms mit Armin Medosch, Jutta Weber, Gabriele Gramelsberger, Felix Stalder, und Gerald Nestler im Haus der Kulturen der Welt.

 

Zum Programm:  > deutsch / english

 

 

Förderer: Bundeskanzleramt Kunst und Kultur Österreich, Österreichisches Kulturforum Berlin

Projektpartner: Oe1 ORF Radio, Abteilung für Medienwissenschaft Humboldt Universität Berlin

Kooperationspartner: transmediale, nGbK

 

      

 

PROJEKTE

TP @ STWST

 

September 2016

 

Linz, by STWST 48x2

 

 

TP @ MAK FORUM

 

21. – 26.06. 2016

 

 

MAK – Österreichisches Museum

für angewandte Kunst /

Gegenwartskunst

Stubenring 5, 1010 Wien

 

Eine Kooperation von Technopolitics

und dem MAK.

 

Zur Dokumentation

 

 

Tracing Information Society – a Timeline

Eine Ausstellung von Technopolitics über den Zeitenwandel

 

 

Mit dem im MAK FORUM kuratierten Wissensraum „Tracing Information Society“ will Technopolitics die eingefahrenen Diskurse über die Chancen und Gefahren der Digitalisierung aufbrechen.

Eine 10 Meter lange Textarbeit, als Druck an der Wand, eröffnet neue Blickwinkel auf die Informationsgesellschaft, für die sich die ersten Einträge bereits vor mehr als 100 Jahren finden und die das Leben auch im 21. Jahrhundert bestimmen wird.

Als Timeline aufgerollt, lässt sich entlang der zeitlichen Chronologie die Entstehung und Wirkungsmacht der Informationsgesellschaft studieren, nicht beim Scrollen am Bildschirm sondern beim Gehen und Verweilen an den Wegmarkierungen. Durch das mehrdimensionale Mapping von politischen Ereignissen, technologischen Erfindungen und kulturellen Entwicklungen wird sichtbar, wie die Informationsgesellschaft alle Bereiche erfasst und verändert hat.

Analog und digital lädt der Time-Table die Besucher/innen zur Auseinandersetzung ein. Audiovisuelle Medien, Bücher, Bilder usw., die mit Einträgen auf der Timeline korrespondieren, werden nach Kategorien geordnet ausgebreitet und ermöglichen ein vertiefendes Begreifen. Ausschnitte aus Ö1-Sendungen erklären Schlüsselkonzepte der Informationsgesellschaft. Eine weitere grafische Darstellung zeigt mittels Netzwerkvisualisierung auf Basis von Wikipedia die inhaltlichen Quer-Verbindungen zwischen den Einträgen der Timeline auf.

 

 

PROGRAMM

 

23. 06.     16–17h  

Doron Goldfarb

The Two Degrees of Technopolitics

über die Netzwerkvisualisierungen der Technopolitics Timeline

 

    17–18h  

Workshop: Lesen und Schreiben der Timeline

Moderation: Armin Medosch und Felix Stalder

         
24. 06.   15–16h  

Gerald Straub

Technopolitics Spezialführung "il/legal Tour"

Auf der Suche nach den Spuren von il/legalen Ursprüngen und Konsequenzen.

Treffpunkt MAK Haupteingang

    16–18h  

Felix Stalder

„Kultur der Digitalität“ Buchpräsentation und Diskussion

moderiert von Armin Medosch

 

 

Das Projekt wurde unterstützt von:

Sektion Kunst im Bundeskanzleramt, Kulturabteilung der Stadt Wien, MA7. Mit besonderem Dank an Ö1.

       

 

 

TP @ Kunsthalle Wien

 

20.04. 2016, 19h

 

 

 

 

 

 

 

Kunsthalle Wien in der Kunsthalle Lounge, Museumsplatz 1

1070 Wien

Technopolitics Salon

In diesem Technopolitics Salon präsentiert Gerald Raunig in einem speziell für Technopolitics entwickeltem Vortrag Aspekte seines neuen Buchs Dividuum. Als Respondentin fungiert Technik-Philosophin Mona Singer.

 

 

Dividuelle Dividenden

 

Wir leben in einem Zeitalter der maschinischen Dividualisierung. Die Realität heutiger dividueller Datensätze, riesiger Akkumulationen von Daten, die auf unendliche Arten geteilt, wieder zusammen- und inwertgesetzt werden können, ist eine der weltweiten Ströme, der Deterritorialisierung und der maschinischen Erweiterung. Wenn nicht mehr ManagerInnen, BankerInnen, BrokerInnen, sondern Programme, Kalkulationen und Berechnungen durchführen und auf solche Kalkulationen und Berechnungen reagieren, dann scheint es, dass nicht mehr die Menschen mit den Programmen operieren, sondern umgekehrt die Programme mit den Menschen. Nicht nur, dass diese sich den Maschinen unterordneten, dass sie Teile der Maschine würden wie die Arbeiter in Marx’ Maschinenfragment, sie sollen gänzlich weggefegt werden von der selbsterweiternden Fantasie ihrer Bildschirme. In der Fantasie der Logistik sprechen die Dinge direkt mit den Dingen. Reduktion aller maschinischen Verhältnisse auf Ding-Beziehungen, Invertierung des Anthropozentrismus: Anstelle des Menschen wird das Ding essenzialisiert.
Doch nicht nur, dass diese Fantasie zu simpel ist, dass sie die Sozialität der Maschinen reduziert – genau auf dem Terrain des Maschinisch-Dividuellen wird auch eine neue Qualität von Widerstand möglich, als kritische Mannigfaltigkeit, molekulare Revolution und Con-division.

 

Gerald Raunig arbeitet als Philosoph an der Zürcher Hochschule der Künste und am eipcp (European Institute for Progressive Cultural Policies). Er ist Redaktionsmitglied der multilingualen Publikationsplattform transversal texts und der Zeitschrift Kamion. Seine Bücher sind ins Englische, Serbische, Spanische, Slowenische, Russische, Italienische und Türkische übersetzt. Neuere Buchveröffentlichungen in deutscher Sprache: Tausend Maschinen. Eine kleine Philosophie der Maschine als sozialer Bewegung, Wien: Turia+Kant 2008; Fabriken des Wissens. Streifen und Glätten 1, Zürich: diaphanes 2012; Industrien der Kreativität. Streifen und Glätten 2, Zürich: diaphanes 2012; DIVIDUUM. Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution, Band 1, Wien: transversal texts 2015; Instituierende Praxen. Bruchlinien der Institutionskritik, Neuauflage Wien: transversal texts 2016 (gemeinsam mit Stefan Nowotny);

 

Mona Singer, ao. Professorin am Institut für Philosophie der Universität Wien; Forschungsschwerpunkte: Technikphilosophie und Kulturphilosophie; zuletzt erschienen: Technik & Politik. Technikphilosophie von Benjamin und Deleuze bis Latour und Haraway (Hg., Löcker 2015); Und was sagt Eva? Warum die Feministin keine Transhumanistin sein will, Posthumanistin dagegen schon, Wespennest 169, 2015.

 

Technopolitics Salon »Dividuelle Dividenden« wurde unterstützt von:

Sektion Kunst im Bundeskanzleramt
Kulturabteilung der Stadt Wien, MA7
Weingut Anton Schöfmann http://www.schoefmann.at
Migrating Kitchen http://migrating-kitchen.com/

 

Mit besonderem Dank an Anne Faucheret und Kunsthalle Wien http://www.kunsthallewien.at

 

TP @ Social Glitch

 

 

 

 

 

Eine Ausstellung im

KUNSTRAUM

NIEDEROESTERREICH

Herrengasse 13

1010 Wien

 

25 09 - 05 12 2015

 

Tracing Information Society – A Technopolitics Timeline, 2015

Digitaldruck, Alurahmen, 700 x 200 cm

 

 

 

Technopolitics Salon

@ Social Glitch / 19.11.2015

 

Panel discussion TRACING INFORMATION SOCIETY – A TECHNOPOLITICS TIMELINE (in English)

Technopolitics research group and invited experts, with open Q&A.

 

With: Noit Banai and Aneta Stojnić (invited experts) and the working group Technopolitics (Sylvia Eckermann, Doron Goldfarb, Armin Medosch, Gerald Nestler, Felix Stalder, Axel Stockburger, Matthias Tarasiewicz, Thomas Thaler and Ina Zwerger).